Ein kleines Netz
Ein einzelnes Neuron kennst du jetzt. Aber die Stärke kommt erst, wenn man viele davon zu Schichten verbindet. Schau zu, wie ein Tier-Steckbrief von links nach rechts durch das Netz fließt — und am Ende eine Tiergruppe herauskommt.
Stell dir vor, du hast ein Tier vor dir und beschreibst es mit fünf Ja/Nein-Merkmalen: Hat es Fell? Federn? Schuppen? Legt es Eier? Lebt es im Wasser? Genau diese fünf Antworten sind die Eingaben der ersten Schicht — links im Netz. Sie sind der „Steckbrief", mit dem das Netz arbeitet.
Jeder Knoten ist ein kleines Neuron wie aus Stufe 2: Er bildet seine gewichtete Summe aus der Schicht davor und gibt ein Signal an die nächste weiter. So wandern die Daten Schicht für Schicht nach rechts.
Rechts kommt nicht eine Zahl heraus, sondern vier — eine pro Tiergruppe. Jede sagt, wie sicher sich das Netz ist, dass das Tier ein Säugetier, Vogel, Fisch oder Reptil ist. Die höchste dieser vier gewinnt und wird zur Antwort. Das Netz ist dabei schon fertig trainiert — wir verändern es nicht, wir schauen nur zu.
Merkmale des Tieres (die Eingaben links)
Sicherheit je Tiergruppe — die höchste gewinnt:
Probiere mal: Stell ein Tier mit Schuppen ein, das im Wasser lebt — und schalte dann nur „lebt im Wasser" aus. Aus dem Fisch wird ein Reptil! Eine einzige veränderte Eingabe schiebt das Ergebnis von einer Tiergruppe zur anderen.
Wichtig: Du hast die vielen Verbindungen nicht selbst eingestellt. Diese Gewichte hat das Netz vorher beim Training aus vielen Beispieltieren gelernt. Wie das geht, ist die nächste Stufe.